Die Geschichte

Für den Hamburger Sportbund (HSB) ist die Unterstützung des Spitzensportes ein wichtiges Segment auf dem Weg zu einer Stadt voller erfolgreicher Olympiateilnehmer. Im Mai 2001 wurde das Förderprogramm „Team Hamburg“ der Öffentlichkeit präsentiert. Das Ziel ist es, die Hoffnungsträger der Sportstadt Hamburg in Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein finanziell zu unterstützen, damit die Athleten sich voll und ganz auf das Training konzentrieren können. Hierbei wird auf die individuellen Erfordernisse Hamburger Spitzensportler/innen eingegangen, um ihre Leistungsentwicklung zu unterstützen und ihnen in Hamburg Perspektiven zu bieten.

Initialzündung im September 1999

Eine Initialzündung gab es in der HSB-Podiumsdiskussion ”Leistungssport - Vorbild oder Abschreckung?” im September 1999, in welcher der ehemalige Ruder-Weltmeister Sebastian Franke die Gründung eines ”Team Hamburg” vorschlug. Die Mitglieder des Hauptausschusses nahmen den Bericht am 4. April 2000 zustimmend zur Kenntnis. Herr Paetz (Arge Nord) begrüßte die Einrichtung eines solchen Förderprogramms und sprach sich für eine langfristige finanzielle Absicherung durch den HSB aus. Im Januar 2001 erklärte Herr Quast, dass das Projekt innerhalb des nächsten Vierteljahres konkret umgesetzt werden soll. Das Präsidium genehmigte das vorgestellte Konzept „Team Hamburg“ und beschloß im Februar 2001 eine pauschale Förderung für die 23 Mitglieder des Team Hamburgs für das Jahr 2001. Zeitgleich wurde das ausgewählte Logo für das Team Hamburg vorgestellt.

Am 8.Mai 2001 berichtete Herr Dankert, dass der Termin für die Präsentation des Team Hamburg am Montag, den 21.05.2001, bei der RG Hansa stattfinden werde und das Team Hamburg an den Start gehe.

2002 bringt die Olympiabewerbung neuen Schwung in die Leistungssportförderung

Im Jahr 2002 gewann die Leistungsförderung einen neuen Aufschwung durch die Olympia Bewerbung Hamburgs. Das Team Hamburg unterstützte die Bewerbung Hamburgs um Olympia 2012 aktiv und erlangte mediale Präsenz, indem der Medienpartner NDR 90,3 einmal monatlich ein Team Hamburg-Mitglied im Rahmen ihrer Sportsendung vorstellte. Ende 2002 bestand das Team Hamburg aus 35 Hamburger Spitzensportlern (A-C Kader) aus den Sportarten Beachvolleyball, Eisschnelllauf, Gewichtheben, Hockey, Judo, Leichtathletik, Radsport, Rudern und Schwimmen.

2003 unterlag Hamburg um die Bewerbung der Olympischen Sommerspiele 2012. Dennoch konnte der Sport seinen Stellenwert durch die Bewerbung nach außen und innen erhöhen. Durch die Stiftung Leistungssport entstehen für die Leistungssportförderung kontinuierliche Strukturen, welche von Politik, Hamburger Sportbund und Wirtschaft gemeinsam getragen werden. Insbesondere soll sie zur Entdeckung sportlicher Talente sowie zur gezielten Unterstützung Hamburger Nachwuchs- und Spitzensportler Ihr erstes Projekt ist das HSB-Förderprogramm „Team Hamburg – Athen 2004“. Das Team Hamburg bestand Ende 2003 aus 25 Hamburger Spitzensportlern (A-C Kader) aus den Sportarten Beachvolleyball, Gewichtheben, Hockey, Judo, Leichtathletik, Radsport, Rudern und Schwimmen.

In 2004 konzentriert sich die Förderung auf die potentiellen Hamburger Teilnehmer für die Olympischen Sommerspiele und Paralympics in Athen. Dank der Unterstützung durch die „Stiftung Leistungssport Hamburg“ können 39 Hamburger Athleten (Stand 03/2004) bis zu den Spielen in Athen gefördert werden.

Neu-Auflage des TEAM HAMBURG mit Ziel "Peking 2008"

Im Jahr 2005 wurde das Förderprogramm „Team Hamburg“ für 31 Sportler/innen mit der Zielperspektive „Peking 2008" fortgesetzt.
2006 ist Hamburg bereit für eine deutsche Bewerbung um Olympische Sommerspiele und wird vom HSB unterstützt. Neben des finanziellen Beitrags für das Team Hamburg „investierte“ der HSB gemeinsam mit OSP, Behörde für Bildung und Sport sowie Stiftung Leistungssport in die Neustrukturierung des Förderprogramms für Hamburgs Top-Sportlerinnen und- sportler, die bei Olympia 2008 in Peking dabei sein wollen.

2006 unterstütze der HSB 27 Sportlerinnen und Sportler des TEAM HAMBURG finanziell. Im zweiten Halbjahr fanden Gespräche mit dem Olympiastützpunkt, der Handelskammer, der Behörde für Bildung und Sport sowie der Stiftung Leistungssport statt, um das Förderprogramm neu zu strukturieren, Zuständigkeiten zu regeln und die finanzielle Förderung zu erhöhen. Im Februar 2007 erreichte der HSB mit seinen Partnern ihre Ziele.

In 2007 ist das Förderprogramm „Team Hambrug Beijing“ neu strukturiert worden. Der HSB und der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein haben in Partnerschaft mit der FHH, der Stiftung Leistungssport und der Handelskammer eine Vereinbarung geschlossen, um Hamburger Spitzensportlerinnen und –sportler in olympischen und paralympischen Disziplinen auf ihren Weg nach Beijing zu unterstützen. Ein wichtiger Baustein in der neune Struktur ist die deutlich verbesserte finanzielle Ausstattung, so dass seit Januar 2007 eine höhere monatliche Förderung der Sportlerinnen und Sportler möglich ist. Die Athletinnen und Athleten werden nach ihrem Kaderstatus und ihrer Perspektive in zwei Förderkategorien eingeteilt. In 2007 wurden in der FK 1 (Top- und A-Kader) 32 und in der FK 2 (Perspektivkader) 16 Team-Mitglieder finanziell unterstützt.

2008 hat der HSB ein Umstrukturierung und Neukonzeption des Team Hamburgs im Bereich der finanziellen und personellen Unterstützung des TEAM HAMBURGs, indem der Hamburger Sportbund gemeinsam mit seinen Partnern auch bei der Betreuung der Nationalspieler in den A, B, C und D/C-Kaderbereichen einen Schwerpunkt gesetzt hat, umgesetzt. Dabei sind die Athleten in zwei Förderkategorien eingeteilt worden. In der ersten Kategorie – FK 1 (Top- uns A-Kader) wurden 24 Sportlerinnen und Sportler mit 400 Euro monatlich unterstützt, die sich direkt für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren konnten. In der zweiten Kategorie – FK 2 (Perspektivkader) sind insbesondere Nachwuchsathleten mit 150 Euro monatlich unterstützt worden, die eine gute Perspektive für die nächsten Olympischen Spiele 2012 in London haben. Von 24 unterstützten Sportlern der 1. Kategorie gehörten 21 zu der Deutschen Delegation in Peking und haben teilweise große Erfolge erzielen können, als Beispiel dafür ist der Gewinn der Goldmedaille der Hockey Herren mit fünf TEAM HAMBURG-Mitgliedern zu nennen.

Nach Peking ist vor London

Nach der erfolgreichen Premiere des Team Hamburg Peking 2004-2008, hat sich das Team Hamburg 2009 mit dem Ziel London 2012 neu aufgestellt. Die Athleten sind weiterhin in zwei Förderkategorien eingeteilt worden. 21 Sportler/innen der Kategorie – FK1, die sich direkt für die Olympischen Spiele in London qualifizieren sollen, werden zum Ende des Jahres 2005 mit 400 Euro monatlich unterstützt. In der zweiten Kategorie – FK2 (Perspektivkader) werden insbesondere Nachwuchsathleten mit 150 Euro monatlich unterstützt, die eine gute Perspektive für die nächsten Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro haben. Dank der Zusage von sieben Premium-Partnern und sechs Partnern konnten die monatlichen Zuwendungen zum 01.01.2010 auf 450 und 200 Euro erhöht werden.

Am 10. Juli 2012 verabschiedete das TEAM HAMBURG seine Athletinnen und Athleten zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in London. Das Team schien die richtige Auswahl seiner Förderkandidaten getroffen zu haben, denn alle Hamburger Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Großereignisse gehörten dem Team an.

Gespannte Erwartung herrschte unter den Aktiven. Keiner konnte sich zu diesem Zeitpunkt aber schon vorstellen welche begeisternden, bewegenden und, aus Hamburger Sicht, erfolgreichen Spiele es werden sollten.

Emotionaler Empfang der Deutschen Olympioniken im Hamburger Hafen

Die Hamburger kehrten mit insgesamt 12 Medaillen zurück (8 mal Gold, 3 Mal Silber und 1 mal Bronze). Und wie sie zurückkehrten. Die Ankunft der Olympiamannschaft auf der MS Deutschland in Hamburg geriet zu einem großen Fest, mit dem vorher niemand gerechnet hatte. Rund 20.000 Menschen feierten am Hafen die Ankunft des Schiffes. Als die Athletinnen und Athleten auf Barkassen umstiegen und zum Senatsempfang zum Rathaus fuhren, begrüßten sie weitere tausende Menschen an den Fleeten, auf den Brücken und auf dem Rathausmarkt.

„Überall Schwarz, Rot, Gold hier!“ oder „Einmal fühlen wie ein Fußballstar!“ lauteten die Meldungen auf Twitter, die die Athleten dutzendfach absetzten. Wer von ihnen nach durchfeierter Nacht, Begrüßung und Senatsempfang noch Energie hatte, traf sich mit dem Rest der Mannschaft anschließend noch in einem Beach Club an der Elbe. Hier genossen die Sportler die Gelegenheit, vor der Verabschiedung noch einmal unter sich zu sein.

Nicht weniger emotional wurde die Rückkehr der Hamburgerinnen und Hamburger von den Paralympics. Persönlich begrüßten sie Senator Michael Neumann und HSB-Präsident Günter Ploß am Hamburger Flughafen. Die Begrüßung war kleiner, da weniger Menschen am Flughafen als am Hafen waren. Die anwesenden Familien, Freunde und Vereine hatten sich aber stimmungsvolle Überraschungen einfallen lassen. So spielte beispielsweise das Orchester, in dem Handbikerin Dorothee Vieth selber aktiv ist, die Nationalhymne, als die Athleten den Sicherheitsbereich verließen. Wenige Tage später wurden auch sie mit einem Senatsempfang im Rathaus geehrt.

Die sportliche Bilanz der Athletinnen und Athleten des TEAM HAMBURGs ist sehenswert. Beschränkt man sich auf das Zählen von Medaillen, lautet das Fazit, dass in London 2012 mehr Hamburger Medaillen gewonnen wurden als in Peking 2008. Darüber hinaus lieferten die Athleten aber ebenfalls Leistungen, die in die absolute Weltspitze gehörten.